Konzertbericht 2011 - Trachtenkapelle Fischerbach

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Konzertbericht 2011

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Jahreskonzert 2011

 

19.12.2011 Schwarzwälder Bote

Großes Kino in Fischerbach: Auf eine Reise in die Welt der bewegten Bilder nahm die Trachtenkapelle ihre Zuhörer beim Jahreskonzert mit. Die Musiker unter Melanie Huber widmeten den Abend in der Brandenkopfhalle mit dem Motto "Cinema Paradiso" der Filmmusik. Sie deckten dabei die ganze Bandbreite an Filmgenres ab, von Science Fiction bis Western. Eröffnet wurde das von Martin Schmid gekonnt moderierte Konzert durch das futuristisch anmutende Stück "Back to the Future" von Alan Silvestri aus dem 30 Jahre alten Science-Fiction-Film "Zurück in die Zukunft". Eingeleitet durch die Klänge des Xylophons, nahm "Man in the Ice" die Zuhörer mit ins Leben von "Ötzi", dessen Überreste 1991 am Similaun­gletscher gefunden wurden. Dem Orchester gelang es bestens, die Stimmung authentisch zu vermitteln, die der "Mann aus dem Eis" vor 5300 Jahren in den Alpen erlebt haben dürfte: von der klirrenden Kälte – mit Triangel, Perkussion und Trillern lebhaft vertont – bis zur Jagd.

Kontrastreich dazu wirkte das von Caroline Schmidt an der Blockflöte dominierte Stück "Jade", in der das zarte Soloinstrument und das Orchester einander gekonnt musikalisch antworteten. Das Publikum honorierte den Auftritt mit großem Applaus. Beim spannungsgeladenen "Pirates of the Carribean – At World’s End" leistete das Schlagwerk ganze Arbeit, das Orchester wurde kurzzeitig zum ausdrucksstarken Chor.

Lebhaft startete die Kapelle in den zweiten Konzertteil: Die Trompeten gaben frech den Auftakt, und die Schlag- und Perkussions-Instrumente stimmten mit voller Kraft ein bei Aaron Coplands "Fanfare for the Common Man" in der Version von James Last. Abwechslungsreich ging es mit "Highlights from ›The Rock‹" weiter: Temperamentvoll und dramatisch wirkende rockige Passagen umgaben ein getragenes Zwischenthema, das sich durch die Register zog.

Anschließend hatten die extra angereisten Stargäste Ralf Huber vom Ulmer Heeresmusikkorps an der Trompete sowie Alexander Wurz vom Karlsruher Luftwaffenmusikkorps am Tenorhorn ihren großen Auftritt: mit der eigens für diesen Abend von Peter Riese arrangierten Version von "Cinema Paradiso" betörten sie die Zuhörer und ließen sie die große Tragik des Films mitfühlen, der die Geschichte eines sizilianischen Dorfs und seines Kinos erzählt.

Voller Gefühl war auch Bernd Schmids Posaunensolo von "Everything I do" im Medley aus "Robin Hood", bevor das offiziell letzte Stück des Abends anstand: "Moment for Morricone". Schüsse und Hufgeklapper wie im Italo-Western lieferten die perfekte Geräuschkulisse zu Ennio Morricones weltberühmter Musik aus "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Zwei glorreiche Halunken". Zu diesem wie auch zu den anderen Programmpunkten sorgten Bilder und Filmausschnitte auf Großbildleinwand für die passende Optik.

Mit tosendem Beifall belohnten die Zuschauer in der vollen Halle das gelungene Konzert. Doch bevor mottogerecht die Worte "The End" auf der Leinwand erschienen, begeisterte die Kapelle noch mit zwei Zugaben: Nahezu magische Stimmung kam bei John Lennons "Imagine" auf – bei dem ein Meer von Wunderkerzen, ans Publikum verteilt, den Saal erfüllte. Und der swingende Abspann "Puttin’ on the Ritz", bei dem Philipp Vetter mit seinem Solo an der Klarinette überzeugte, setzte einen flotten Schlusspunkt.



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